Kirchenmusik in der Corona-Krise

Alle aktuellen Hinweise rund um dieses Thema finden Sie hier gebündelt auf einer Seite.


Ostern 2021

Nach Gesprächen zwischen der Bayerischer Staatskanzlei und den großen christlichen Kirchen sowie dem Landesverband der israelitischen Kultusgemeinde in Bayern wurde folgende Vereinbarung veröffentlicht:

"Es besteht Einvernehmen zwischen der Bayerischen Staatsregierung und den christlichen Kirchen sowie dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinde, dass virtuelle bzw. digitale Gottesdienstformate verstärkt angeboten werden sollen. Zugleich bleiben Präsenzgottesdienste (im Rahmen der Vorgaben der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung) weiterhin uneingeschränkt zulässig."

Grundsätzlich bleiben Präsenzgottesdienste an Ostern somit möglich, die bestehenden nächtlichen Ausgangsbeschränkungen aber dennoch in Kraft, was zu zeitlichen Verschiebungen der Feier der Osternacht gegenüber den sonst üblichen Zeiten führen dürfte.
Für die kirchenmusikalischen Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich keine Änderungen gegenüber den bisher geltenden Regelungen.

Neue Anweisungen für die Liturgie, Stand 13. März 2021

Im Zuge der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wurden auch die Anweisungen für die Liturgie und Pastoral im Bistum Regensburg aktualisiert.
Auf die Möglichkeiten der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten, auch der Kar- und Ostergottesdienste, hat dies keine Auswirkung, die bisherigen Regelungen gelten auch weiterhin (s.u.). Dagegen sind nun bei Requiemsgottesdiensten und Beisetzungen wieder mehr Mitfeiernde erlaubt.

Der Gemeindegesang ist in Gottesdiensten weiterhin untersagt, ebenso Chorproben (siehe diözesane Anweisungen). Für die Gestaltung von Gottesdiensten sind nach wie vor Kantoren/innen oder Solisten/innen bzw. kleine Vokal- und Instrumentalgruppen (je nach Raumgröße, sodass 2m Abstand rundum [bei Bläsern 3m] gehalten werden kann) erlaubt. Die Größe der Ensembles darf allerdings 10 Mitwirkende nicht übersteigen, auch wenn Platz für mehr Personen gegeben wäre.

Aktuelle Downloads:
14. Fassung der entsprechenden diözesanen Anweisungen: Lesefassung, Korrekturfassung gegenüber der letzten Fassung.

12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung veröffentlicht

Am 8. März trat die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft (Download hier). Für Gottesdienste ergaben sich keine Änderungen.

Der Musikunterricht ist als Einzelunterricht wieder in Städten und Regionen möglich, die eine 7-Tage-Inzidenz von unter 100 aufweisen. Nach wie vor sind die üblichen Abstandsregelungen einzuhalten, für die Lehrkraft ist das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske vorgeschrieben, für die/den Schüler/in das Tragen einer FFP2-Maske.

Bischof Rudolf ruft zur Unterstützung von Künstlern und Solisten auf

Bei seiner Predigt bei der Ersten Vesper des Ersten Adventssonntags im Regensburger Dom machte sich unser Bischof ein Anliegen des Augsburger Bischofs zu eigen: Die für die Kirchenmusik in den Pfarreien "übriggebliebenen" finanziellen Mittel, die wegen ausgefallener Orchestermessen, Konzerte und dergl. nicht abgerufen wurden, sollten dazu verwendet werden, gerade in der Advents- und Weihnachtszeit Künstler und Solisten, die in diesem Jahr erhebliche finanzielle Einbußen erleiden mussten, für Gottesdienste zu engagieren. Es ist eine Win-Win-Situation: Gottesdienste könnten - ausnahmsweise auch ohne den eigenen Chor - zu musikalischen Glanzlichtern werden und Künstler hätten wenigstens eine kleine Einnahmequelle, wenn schon in diesem Jahr nahezu alle Termine abgesagt werden mussten und vielen von ihnen die Lebensgrundlage mehr oder weniger weggebrochen ist. Kultur- und Sozialauftrag der Kirche könnten sich hier in wundersamer Weise verbinden.
Lesen Sie dazu den Beitrag auf der Internetseite der Diözese hier.

GEMA und VDD einigen sich auf Fortdauer der Streaming-Ausnahmeregelung

Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) hat mit der GEMA nun doch eine Fortdauer der Ausnahmeregelung erreicht, nach der Gottesdienste kostenlos über die pfarreieigene Homepage gestreamt werden dürfen. Diese Regelung reicht sogar bis 31.12.2022!
Darüber hinaus ist es nun auch gebührenfrei gestattet, Gottesdienste aufzunehmen, auf digitalen Trägern zu speichern (z. B. CD) und kostenlos an eigene Gemeindemitglieder zu verteilen, die evtl. keine Möglichkeit haben, einem Live-Stream zu folgen.

Interview mit dem Präsidenten des RKI über Corona, Gottesdienstbesuche und Weihnachten

Am 16.10.2020 veröffentlichte das Kölner Domradio ein Interview mit Prof. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, bei dem es u. a. um Gottesdienstbesuche und das bevorstehende Weihanchtsfest ging.
Lesen Sie hier das gesamte Interview. (Externer Link zu www.domradio.de)

Fortschreibung der diözesanen Richtlinien für Konzerte in Kirchen

Seit 15. Juni sind in Bayern grundsätzlich wieder Konzertaufführungen zulässig. Dies gilt auch für Konzerte in Kirchen. Ein am 1. Juli 2020 veröffentlichtes diözesanes Hygienekonzept für Konzerte in Kirchen wurde nun zum 1. Oktober 2020 fortgeschrieben. Die aktuelle Fassung finden Sie hier.

Diözese veröffentlicht Hygienekonzept für Chorproben

Wegen der erhöhten Ansteckungsgefahr mit dem COVID-19-Erreger beim Singen gelten Chorproben als besonders infektionsgefährdend. Dennoch dürfen in Bayern unter strengen Auflagen Proben mit Vokalensembles im Laienmusikbereich ab dem 22. Juni wieder stattfinden. Das Bayerische Gesundheitsministerium hat dazu in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium am 9. Juli ein Hygienekonzept vorgestellt, das auch den Diözesanen Regelungen zugrunde liegt.
Unter Beachtung dieses Maßnahmenkatalogs sind auch in unserer Diözese ab sofort Chorproben wieder gestattet. Die Einhaltung der Maßnahmen liegt in der Verantwortung des Trägers des Chores, in der Regel also bei der jeweiligen Pfarrei.
Möglicherweise werden die Vorgaben aus räumlichen Gründen nicht überall durchführbar sein, zudem ist die Größe der Gruppe, mit der geprobt werden kann, durch die räumlichen Gegebenheiten und die erforderlichen Abstände begrenzt. Es wird also weiter Kreativität gefragt sein (u. a. sollte die Möglichkeit von Proben im Freien erwogen werden), denn eine reguläre Probenarbeit, wie man sie vor der Pandemie-Zeit kannte, ist noch nicht abzusehen. Dennoch ist die grundsätzliche Möglichkeit für Proben von Vokalgruppen ein wichtiger Schritt zurück zur Normalität.
Zur Ihrer Information finden sie hier im Downloadbereich ebenso die aktuelle (6.) Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 19. Juni. 

Orgel und Corona

Der Bund Deutscher Orgelbaumeister hat Handlungshilfen veröffentlicht, wie guter Hygieneschutz an der Orgel gelingen kann, ohne die Instrumente durch die Verwendung von Desinfektionsmitteln zu gefährden. Außerdem wird der Befürchtung entgegengewirkt, Orgelspiel könnte durch die Aufwirbelung der Luft im Kirchenraum zu einer größeren Infektionsgefahr führen. [Link]

Hygieneregeln für den Orgelunterricht

Im Rahmen der Lockerungen nach den Corona-Beschränkungen darf in Bayern wieder musikalischer Einzelunterricht erteilt werden. Auch der Orgelunterricht im Rahmen des D- und C-Kurses, sowie der Nachwuchsorganisten-Ausbildung ist nun wieder möglich. Einzuhalten ist dabei das diözesane Hygieneschutzkonzept für den Orgelunterricht, das hier heruntergeladen werden kann.

"Wenn Singen tötet"

... so lautete der Titel eines Artikels der "Neuen Zürcher Zeitung" Anfang April, der sich auf einen Bericht der "Los Angeles Times" Ende März bezogen hatte. Auch viele andere Artikel in internationalen Zeitungen berichten darüber:
Bei einer Chorprobe in den USA steckten sich mehrere Chormitglieder trotz Sicherheitsabstand und Desinfektionsmöglichkeit durch das gemeinsame Singen mit Covid-19 an, zwei davon (80 und 82 Jahre) starben sogar mittlerweile. Das Durchschnittsalter der Infizierten lag bei 67, der jüngste war 31. Keiner der Chorsänger hatte Symptome und dennoch hatte einer das Virus übertragen. Dazu passt die Aussage des Präsidenten des Robert-Koch-Instituts Prof. Lothar Wieler, dass gerade beim Singen Partikel mit enormer Wucht aus dem Hals geschleudert werden und umgekehrt durch das tiefe Einatmen auch viel mehr Partikel "eingesaugt" werden als beim normalen Atmen.
Leider ist gerade Chorsingen eine der Tätigkeiten, die es aus gesundheitlichen Gründen derzeit (und wohl noch ziemlich lange) am besten zu vermeiden gilt. Zum Artikel: Link