Kirchenmusik in der Corona-Krise

Alle aktuellen Hinweise rund um dieses Thema finden Sie hier gebündelt auf einer Seite.


Gemeindegesang, Kirchenkonzerte und regelmäßige Chorproben sind unter Auflagen wieder erlaubt

Die 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (13. BayIfSMV), die am 7. Juni in Kraft trat, erlaubt wieder den Gemeindegesang in unseren Gottesdiensten; allerdings ist dabei im Innenbereich eine FFP2-Maske zu tragen. Bei Gottesdiensten unter freiem Himmel entfällt ab sofort die Maskenpflicht.

Auch regelmäßige Chorproben sind unter Auflagen wieder erlaubt. Dabei gibt es aktuell keine Obergrenze mehr für die beteiligten Personen, allein das Platzangebot im Verhältnis zu den notwendigen Abständen entscheidet über die Anzahl der Teilnehmer. Ab einer Inzidenz von 50 besteht außerdem die Pflicht zur Vorlage eines negativen Corona-Tests, um an Proben teilnehmen zu können Die Details dazu entnehmen Sie bitte dem Muster-Hygiene-Konzept für Chorproben hier.

Auch für Chöre bzw. Ensembles in Gottesdiensten gibt es keine zahlenmäßige Obergrenze mehr für die Mitwirkenden, auch hier entscheiden nur die Platzverhältnisse über die Anzahl der mitwirkenden Personen.

Konzerte in Kirchen sind ebenfalls ab sofort wieder erlaubt. Details dazu regelt ein Muster-Hygienekonzept, das Sie hier herunterladen können.

Die aktuellen "Anweisungen für Liturgie und Seelsorge" der Diözese Regensburg, Stand 10.06.2021, können Sie hier herunterladen.

Liedvorschläge zur "Regensburger Sonntagshilfe" 3/2021

Die Liedvorschläge der Druck-Ausgabe der "Regensburger Sonntagshilfe" ab dem 7. Sonntag der Osterzeit umfassen wieder die "Vollversion" inkl. aller Möglichkeiten des Gemeindegesangs, da zur Drucklegung nicht feststand, ob Ge­meinde­gesang zu diesen Terminen evtl. wieder möglich sein würde. Aktuell ist jedoch der Gemeindegesang sowohl im Innen- wie im Außenbereich aus Gründen des Infektionsschutzes immer noch untersagt.
Im Downloadbereich unserer Homepage finden Sie daher eine "Corona-Fassung" dieser Liedvorschläge, die wie in den letzten Ausgaben der Druckversion in erster Linie auf Kantorengesänge abzielt. Dei Datei umfasst alle Termine der Sonntagshilfe 3/2021. Erstellt hat diese Fassung dankbarerweise (wie auch die Fassungen der letzten Druckausgaben der Sonntagshilfe) Regionalkantor Rudolf Fischer.

Bischof Rudolf ruft zur Unterstützung von Künstlern und Solisten auf

Bei seiner Predigt bei der Ersten Vesper des Ersten Adventssonntags im Regensburger Dom machte sich unser Bischof ein Anliegen des Augsburger Bischofs zu eigen: Die für die Kirchenmusik in den Pfarreien "übriggebliebenen" finanziellen Mittel, die wegen ausgefallener Orchestermessen, Konzerte und dergl. nicht abgerufen wurden, sollten dazu verwendet werden, gerade in der Advents- und Weihnachtszeit Künstler und Solisten, die in diesem Jahr erhebliche finanzielle Einbußen erleiden mussten, für Gottesdienste zu engagieren. Es ist eine Win-Win-Situation: Gottesdienste könnten - ausnahmsweise auch ohne den eigenen Chor - zu musikalischen Glanzlichtern werden und Künstler hätten wenigstens eine kleine Einnahmequelle, wenn schon in diesem Jahr nahezu alle Termine abgesagt werden mussten und vielen von ihnen die Lebensgrundlage mehr oder weniger weggebrochen ist. Kultur- und Sozialauftrag der Kirche könnten sich hier in wundersamer Weise verbinden.
Lesen Sie dazu den Beitrag auf der Internetseite der Diözese hier.

GEMA und VDD einigen sich auf Fortdauer der Streaming-Ausnahmeregelung

Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) hat mit der GEMA nun doch eine Fortdauer der Ausnahmeregelung erreicht, nach der Gottesdienste kostenlos über die pfarreieigene Homepage gestreamt werden dürfen. Diese Regelung reicht sogar bis 31.12.2022!
Darüber hinaus ist es nun auch gebührenfrei gestattet, Gottesdienste aufzunehmen, auf digitalen Trägern zu speichern (z. B. CD) und kostenlos an eigene Gemeindemitglieder zu verteilen, die evtl. keine Möglichkeit haben, einem Live-Stream zu folgen.

Orgel und Corona

Der Bund Deutscher Orgelbaumeister hat Handlungshilfen veröffentlicht, wie guter Hygieneschutz an der Orgel gelingen kann, ohne die Instrumente durch die Verwendung von Desinfektionsmitteln zu gefährden. Außerdem wird der Befürchtung entgegengewirkt, Orgelspiel könnte durch die Aufwirbelung der Luft im Kirchenraum zu einer größeren Infektionsgefahr führen. [Link]

Hygieneregeln für den Orgelunterricht

Im Rahmen der Lockerungen nach den Corona-Beschränkungen darf in Bayern wieder musikalischer Einzelunterricht erteilt werden. Auch der Orgelunterricht im Rahmen des D- und C-Kurses, sowie der Nachwuchsorganisten-Ausbildung ist nun wieder möglich. Einzuhalten ist dabei das diözesane Hygieneschutzkonzept für den Orgelunterricht, das hier heruntergeladen werden kann.

"Wenn Singen tötet"

... so lautete der Titel eines Artikels der "Neuen Zürcher Zeitung" Anfang April, der sich auf einen Bericht der "Los Angeles Times" Ende März bezogen hatte. Auch viele andere Artikel in internationalen Zeitungen berichten darüber:
Bei einer Chorprobe in den USA steckten sich mehrere Chormitglieder trotz Sicherheitsabstand und Desinfektionsmöglichkeit durch das gemeinsame Singen mit Covid-19 an, zwei davon (80 und 82 Jahre) starben sogar mittlerweile. Das Durchschnittsalter der Infizierten lag bei 67, der jüngste war 31. Keiner der Chorsänger hatte Symptome und dennoch hatte einer das Virus übertragen. Dazu passt die Aussage des Präsidenten des Robert-Koch-Instituts Prof. Lothar Wieler, dass gerade beim Singen Partikel mit enormer Wucht aus dem Hals geschleudert werden und umgekehrt durch das tiefe Einatmen auch viel mehr Partikel "eingesaugt" werden als beim normalen Atmen.
Leider ist gerade Chorsingen eine der Tätigkeiten, die es aus gesundheitlichen Gründen derzeit (und wohl noch ziemlich lange) am besten zu vermeiden gilt. Zum Artikel: Link